Die wichtigsten Versicherungen für Bauherren

So sichern Sie sich ab gegen Unfälle auf der Baustelle

Auf einer Baustelle kann es zu schweren Unfällen kommen. Auch Diebstahl, Unwetter, Feuer oder die Insolvenz von beteiligten Firmen können Ihr Bauvorhaben bedrohen. Viele Risiken lassen sich aber durch spezielle Versicherungen absichern.

Bauprojekt absichern

Wer ein Haus baut, braucht umfassenden Versicherungsschutz. Für das Haus, die Mitmenschen und sich selbst.

Bei einem Bauvorhaben ist der Bauherr für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Er oder sie haftet mit dem persönlichen Vermögen für Personen-, Vermögens-, Unwetter- oder Diebstahlschäden. Um sich für den Ernstfall abzusichern, sind insbesondere drei Versicherungen für Bauherren wichtig: Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung und Feuerrohbauversicherung. Für die Bauhelfer aus dem Freundeskreis kann außerdem eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden.

Haftpflichtversicherung für Bauherren

Die Bauherrenhaftpflicht schützt bei Schadenersatzansprüchen Dritter, wenn beispielsweise ein Fahrradfahrer auf dem Bauschutt ausrutscht, der nicht beseitigt wurde und dann Schadenersatz einfordert. Wer nicht versichert ist, muss die Kosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Versicherungsbeiträge orientieren sich an den Baukosten und dem gewünschten Leistungsumfang, bei einem Haus mit einem Gesamtwert von 300.000 Euro lägen die Kosten etwa bei 300 Euro für die Bauherrenhaftpflicht.

Vor Baubeginn ist es ratsam, die eigene Privathaftpflicht zu überprüfen: schließt sie Bauvorhaben mit ein? Ist die versicherte Bausumme begrenzt, etwa auf 100.000 Euro? Neubauten sind oft wesentlich teurer, hier würde die Privathaftpflicht also nicht ausreichen. Sanierungsmaßnahmen oder ein kleinerer Anbau könnte durch diese Summe allerdings abgedeckt sein. Einzige Ausnahme: Wer ein Haus von einem Bauträger kauft, benötigt keine zusätzliche Bauherrenhaftpflicht. Diese Versicherung ist im Leistungsumfang des Bauträgers enthalten.

Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung wiederum schützt den Bauherren vor Schäden am (Roh-)Bau. Höhere Gewalt wie etwa Sturm oder mutwillige Zerstörung können großen Schaden auf der Baustelle anrichten. Die Bauleistungsversicherung übernimmt die Beseitigung des Schadens und erstattet die Aufräumkosten. Die Kosten für diese Police liegen je nach Bauprojekt zwischen 150 Euro und 800 Euro.

Rohbauversicherung

Gegen die zerstörerische Kraft des Feuers sichern sich Bauherren mit der Rohbauversicherung ab. Das Gebäude und die Baumaterialien sind so gegen Feuerschäden durch Blitzschlag oder Explosion geschützt. Wenn Sie diese Versicherung extra abschließen, zahlen Sie einen Beitrag zwischen 180 Euro und 520 Euro. Alternativ können Sie eine Gebäudeversicherung mit vorgelagerter Rohbauversicherung abschließen, beide Policen werden häufig im Paket angeboten. In diesem Fall geht der Versicherungsschutz automatisch von der Bauphase in die Wohnphase über, ohne dass es nötig ist, eine separate Gebäudeversicherung abzuschließen.

Unfallversicherung für Bauhelfer

Das Unfallrisiko ist für Amateurhelfer auf der Baustelle höher als für geschulte Fachkräfte. Wer häufig Hilfe von Freunden und Familienangehörigen beim Hausbau bekommt, sollte seine Helfer gegen Unfälle absichern. Diese Versicherung übernimmt die Kosten für Bergung, Behandlung und Krankenhaustagegeld. Der Bauherr und sein Ehepartner sind allerdings nicht über die Bauhelferversicherung abgesichert, sie benötigen eine private Unfallversicherung. Die Kosten für die Helferversicherung belaufen sich auf rund 100-150 Euro pro Helfer.

Baufertigstellungsversicherung

Gegen die Insolvenz von am Bau beteiligten Firmen können sich Bauherren mit einer Baufertigstellungsversicherung absichern. Diese Police übernimmt die Kosten für die Beseitigung von Mängeln am Bau sowie für die Beauftragung eines anderen Bauunternehmens. Auch Zinsen, die während der Bauunterbrechung anfallen, werden durch diese Versicherung abgedeckt. In der Regel schließt das beauftragte Bauunternehmen eine Baufertigstellungsversicherung ab und reicht die Kosten an den Vertragspartner weiter. Bauherren sollten aber auf dem Abschluss dieser Police bestehen

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