Leistungen der Photovoltaik-Versicherung: Das sollte sie beinhalten!

Photovoltaikversicherung schützt vor finanziellen Risiken

Die Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach boomen in Deutschland. Da diese in der Anschaffung recht teuer sind, fragen sich viele Freunde des Sonnenenergie, ob und wie sie die Investitionen auf dem eigenen Dach umfassend absichern können. Ist dies überflüssig, da bereits eine Wohngebäudeversicherung für Schäden an den Photovoltaikanlagen aufkommt? Oder sollte man diese zusätzlich gegen Feuer-, Sturm- und Hagel-Schäden schützen? Wir klären auf!

Welche Anlagenteile sind versichert?

Die Solar­anlage zu versichern ist sinn­voll. Gute Verträge gibt es schon für unter 100 Euro im Jahr.

Auch wenn es bei Photovoltaik-Anlagen eher selten zu Schäden kommt, sollten diese gut versichert sein, da es ansonsten richtig teuer werden kann. Immer mehr Versicherungsunternehmen bieten eine spezielle Photovoltaikversicherung an, welche nicht nur die Module auf dem Dach, sondern alle Anlagenteile umfasst.

Dies umfasst in der Regel neben den Solarmodulen das Montagesystem inklusive der Anschlüsse und Verbindungsstücke, die Verkabelung, Wechselrichter und Zähler. Neben diesen Komponenten, die auf jeden Fall in der Versicherung mit eingeschlossen sein sollten, bieten einige Versicherungsgesellschaften auch eine zusätzliche Abdeckung für Schäden an Überspannungsschutzvorrichtungen,  Blitzschutzeinrichtungen, Trafos, Akkus, Akkumulatoren, Überwachungsanlagen und Datenlogger an.

Da es von Anbieter zu Anbieter doch so manche Unterschiede gibt, sollten die jeweiligen Photovoltaik-Policen im Detail nach ihren Leistungen verglichen werden.

Ertragsausfall mit versichern

Eine so genannte Ertragsausfallversicherung wird meist als ein zusätzlicher Bestandteil einer Photovoltaik-Versicherung offeriert. Diese Versicherung ersetzt die Erträge, welche dem Besitzer durch eine defekte Anlage entgehen.

Die Ertragsausfall-Versicherung bezahlt meist einen pauschalen Tagessatz, beschränkt auf einen bestimmten maximalen Zeitraum, etwa sechs oder zwölf Monate.

Zusatzversicherung zur Wohngebäudeversicherung

Wer eine Wohngebäude-Versicherung abgeschlossen hat, sollte nicht darauf vertrauen, dass diese einen wirkungsvollen Schutz für die Photovoltaik-Anlage enthält. Hier gilt also: Das Kleingedruckte lesen und selbst überprüfen, inwieweit Schäden an der Photovoltaikanlage bereits über die bestehende Wohngebäudeversicherung ausreichend abgedeckt werden!

Wer bereits über eine Wohngebäudeversicherung verfügt, sollte eine Zusatzversicherung abschließen, welche spezielle Schäden an der Anlage abdeckt. Die meisten Versicherer bieten inzwischen solche Zusatzversicherungen an. Dies hat den großen Vorteil, dass bei Schäden an Haus und Anlage ein einziger Antrag ausreicht.

Welche Schäden werden abgedeckt?

Es ist sinnvoll, auf die konkreten Leistungen einer solchen Zusatzversicherung zur Wohngebäude-Versicherung schauen und diese mit einer speziellen Photovoltaik-Police zu vergleichen. Egal ob Zusatzversicherung oder Photovoltaikversicherung – diese sollte zumindest gegen folgende Schäden absichern:

  • Brand
  • Sturm und Hagel
  • Blitzeinschlag, Überspannung und Kurzschluss
  • Beschädigung durch Schnee und Frost
  • Beschädigung der Kabel durch Tierbiss
  • Grobe Fahrlässigkeit und Diebstahl

Eine so genannte „Allgefahrenversicherung“ bzw. „Allgefahrendeckung“ sichert bei manchen Photovoltaik-Versicherungen die Anlage gegen Schäden aller Art ab. Eine Deckungssumme von maximal fünf Millionen Euro genügt dabei vollkommen. Schäden an den Stromnetzen der Netzbetreiber sollten ebenso mitversichert sein wie die Kosten für Gutachter und Gericht.

Von der Demontage bis hin zum Arbeitsgerüst

Eine Photovoltaik-Versicherung ersetzt nicht nur defekte Bauteile, sondern kommt auch für die Arbeitszeit der Handwerker auf, welche die Anlage reparieren. Dies reicht von der Demontage der Anlage, wenn beispielsweise ein Sturm das Dach beschädigt hat, über das Arbeitsgerüst bis hin zu Entsorgungsarbeiten.

Aber aufgepasst: Nicht bei  allen Anbietern von Photovoltaikversicherungen sind Aufräumarbeiten, Entsorgung, Erd- und Maurerarbeiten, Gerüststellung und Bergungsarbeiten inbegriffen.

Wer die Kosten der Versicherung möglichst klein halten möchte, vereinbart einen Selbstbehalt.

Private Haftpflichtversicherung: Sind Photovoltaik-Schäden inbegriffen?

Versicherungen lehnen jedoch den Ersatz eines Schadens in der Regel ab, wenn es sich noch um Garantieschäden handelt. In diesem Fall muss man sich direkt an den Händler wenden. Auch wenn die Anlage nicht korrekt und fachmännisch installiert wurde, kann es zu Problemen mit der Versicherung kommen.

Sinnvoll ist zudem eine Betreiber-Haftpflichtversicherung, welche die Schäden anderer Personen abdeckt, beispielsweise wenn bei einem Unwetter parkende Autos durch herabfallende Teile beschädigt werden.

Dieses Risiko lässt sich auch als Zusatz zur Privathaftpflichtversicherung abdecken. Bei den meisten neu abgeschlossenen privaten Haftpflichtversicherungen ist dies gar nicht mehr nötig, da Schäden durch Photovoltaikanlagen meist bereits mit an Bord sind.

Was kostet eine Photovoltaik-Versicherung?

Mit welchen Kosten muss man beim Abschluss einer Photovoltaik-Versicherung rechnen? Je nachdem, ob ein Tarif mit oder ohne Selbstbehalt gewählt wurde, bewegen sich die jährlichen Beiträge für eine Photovoltaikversicherung derzeit üblicherweise zwischen 75 und 150 Euro.

Unser Tipp: Nicht nur auf die konkreten Kosten schauen, sondern die konkreten Leistungen vergleichen: Welche Anlagenteile sind mitversichert? Ist ein Ertragsausfall enthalten? Welche Schäden sind vom Versicherungsumfang ausgeschlossen?

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