Boom bei Cyberversicherungen

Homeoffice als Einfallstor

Noch nie arbeiteten so viele Menschen im Homeoffice wie in diesem Jahr. Viele nutzen private Geräte und Internetzugänge, die nicht ausreichend vor Cyberrisiken geschützt sind. Das führt zu einem Boom bei den Cyberversicherungen.

Homeoffice begünstigt Cyberattacken

Viele Unternehmen haben wegen Corona Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Das birgt auch Gefahren. Oft sind die Computer zu Hause nicht ausreichend geschützt. Eine Cyberversicherung soll bei Datendiebstahl und Datenmissbrauch helfen.

Derzeit arbeiten mehr Menschen als je zuvor im Homeoffice. Für den Infektionsschutz ist das sinnvoll und richtig, dennoch entstehen dadurch neue Risiken für Mitarbeiter und Unternehmen: da viele Rechner in Privatwohnungen nur unzureichend vor Cyberkriminalität geschützt sind, entstehen durch das Homeoffice neue Einfallstore für Cyberangriffe. Allein im Juli 2020 ermittelten IT-Sicherheitsforscher deutschlandweit rund 100.000 Angriffe auf mittelständische Unternehmen und Privatpersonen. Eine erfolgreiche Cyberattacke auf eine mittelständische Firma richtet im Durchschnitt einen Schaden von 70.000 Euro an, bei Großunternehmen können es bis zu 1,8 Millionen Euro sein. Im schlechtesten Fall gehen sämtliche Daten verloren und das Unternehmen kann keinerlei digitale Prozesse mehr durchführen. Viele Firmen sind sich dieser Gefahr bewusst und versuchen, das Risiko mit einer Cyberversicherungen zu bannen.

Boom der Cyber-Policen

Laut der bayerischen Versicherungskammer gab es seit April 2020 einen Zuwachs von 20 Prozent bei den Gewerbekunden und eine Verdopplung der Cyber-Policen bei den Privatkunden. Andere Versicherer wie die AXA bestätigen den Trend: Die Umstellung auf das Homeoffice sei für viele Unternehmen abrupt gewesen, daher fehle es vielerorts an einem verbindlichen IT-Konzept, erklärt eine Sprecherin des französischen Versicherungskonzerns. Denn für den Schutz vor Hackerangriffen und Schäden durch Viren etc. ist im Homeoffice der Arbeitgeber verantwortlich. Heimarbeit provoziere Cyberrisiken, warnen Branchenexperten, daher müssten Firmen eine entsprechende Technik bereitstellen und die Sicherheit gewährleisten, damit Mitarbeiter sicher im Firmennetz kommunizieren und arbeiten könnten.

Sicherheitsvorkehrungen beachten

Cyberversicherungen sind ein relativ junges Produkt, es gibt sie seit etwa zehn Jahren. Je nach Leistungsumfang beträgt die Gebühr zwischen 30 und 250 Euro pro Jahr. Durch die Zunahme von Homeoffice und digitalem Arbeiten allgemein ist die Sensibilität für Cyberrisiken bei Firmen und Privatpersonen gestiegen. Allerdings müssen User auch mit einer Cyber-Police die üblichen Sicherheitsvorkehrungen einhalten:

  • Eine Firewall ist grundlegend wichtig für den aktiven Virenschutz.
  • Auch müssen die neuesten Updates immer zeitnah heruntergeladen werden. Nur so kann die Abwehr von Schadprogrammen auf dem neuesten Stand bleiben.
  • Online-Zugänge und Passwörter müssen sicher sein.

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