Branchenkompass Insurance 2021

Studie zeigt digitalen Aufschwung bei Versicherern

Die Versicherungsbranche hat auf die Anforderungen in der Coronakrise mit einem Digitalisierungsschub reagiert. Die positiven Auswirkungen der Transformation zeigen sich bereits jetzt.

Drei Viertel blicken optimistisch in die Zukunft

In den vergangenen zwei Jahren haben die Versicherer in Deutschland hinsichtlich der Digitalisierung enorme Fortschritte gemacht. - Quelle: Shutterstock.com

Die deutschen Versicherer blicken optimistisch in die Zukunft: laut dem “Branchenkompass Insurance 2021“ von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut erwarten 41 Prozent der Befragten eine bessere Entwicklung ihrer Branche gegenüber der Gesamtwirtschaft. 33 Prozent gehen davon aus, dass die Entwicklung etwa auf dem jetzigen Niveau bleibt.

Die guten Aussichten verdanken die Versicherer in erster Linie den neuen digitalen Geschäftsmodellen: knapp die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass die neuen Konzepte bald Gewinne abwerfen werden. 44 Prozent der Befragten rechnen bis 2023 mit einem deutlichen Relevanzgewinn komplett digitaler Produkte. Allerdings sei ein radikales Umschwenken auf rein digitale Geschäftsmodelle in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, schreiben die Autoren der Studie.

Digitalisierungsschub durch Corona

Ebenso wie in anderen Bereichen hat die Corona-Pandemie auch in der Assekuranz für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Gerade während der Lockdowns hat sich gezeigt, dass Daten digital zur Verfügung stehen müssen, statt in Papierordnern zu lagern, die vom Homeoffice aus nicht zu erreichen sind. Laut Branchenkompass hat die Mehrheit der Versicherer in den vergangenen zwei Jahren stark in die digitale Grundausrüstung investiert:

  • So ist eine integrierte Kundendatenbank bei den meisten Versicherungsanbietern heute Teil der digitalen Basisausstattung. In einer solchen Datenbank werden nun Kundendaten aus unterschiedlichen Kanälen und Versicherungssparten zusammengeführt.
  • 52 Prozent der zirka 530 Versicherer in Deutschland bieten ihren Kunden zudem eine oder mehrere Apps zur Interaktion an - 2019 waren es noch 37 Prozent.
  • Weitere 51 Prozent nutzen Videochat zur Beratung, das sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren.

Vorteile durch digitale Konzepte

Die Investitionen in die kanalübergreifende Sicht auf die Customer Journey und die einfache Kommunikation via Video, Chat oder App hätten vielen Versicherern bereits Vorteile verschafft, betont Kai-Uwe Reiter, Leiter des Insurance Consultings bei Sopra Steria. Wie aus der Studie weiter hervorgeht, schafft die Digitalisierung auch neue Möglichkeiten für Umsatzeinnahmen wie beispielsweise Präventivmaßnahmen auf Basis von Sensortechnologien und dem Einsatz von Machine-Learning-Verfahren. Auch die klassische Präventivberatung, beispielsweise zur Vermeidung von Umweltschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung, könnte durch datengetriebene Dienstleistungen wie sensorbasierte Warnungen oder Entscheidungen erweitert werden, erklären die Studienautoren.

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