Corona: Kulante Regelungen für Versicherungsnehmer

Versicherer reagieren auf Coronakrise

Anders als zu Beginn der Coronakrise zeigen sich die Versicherungsunternehmen jetzt flexibel und kommen ihren Kunden mit kulanten Regelungen entgegen, um finanzielle Engpässe zu überwinden. So können Beitragszahlungen für bis zu sechs Monate zurückgestellt werden.

Aussetzung der Beitragszahlungen bei der Universa

In der Coronakrise wird bei vielen das Geld knapp. Versicherungen bieten nun kulante Angebote.

Die Coronakrise hat Deutschland fest im Griff. Viele Verbraucher spüren die Auswirkungen von Geschäftsschließungen und Kurzarbeit auch in ihrem Geldbeutel. Während die Versicherungsbranche zunächst in die Kritik geraten war, weil einige Unternehmen im Segment Schutz bei Betriebsschließungen Zahlungen verweigert hatten, haben die jetzt Lebensversicherer auf die neue Situation reagiert: Kunden erhalten ab sofort mehr Spielraum bei den Beitragszahlungen. So können Versicherungsnehmer der Universa ihre Beiträge für bis zu sechs Monate aussetzen. Nötig sei dafür lediglich ein einfacher Antrag bis Juni, heißt es bei dem Versicherungsinstitut. Die Freistellung gilt für alle Arten der Lebensversicherung, sie betrifft also reine Privatrenten ebenso wie die betriebliche Altersvorsorge und Riester- sowie Rürup-Verträge.

Bislang war das Aussetzen der Beitragszahlungen erst nach einem Jahr Laufzeit und nur alle drei Jahre möglich. Laut Universa wolle man mit der neuen Regelung Freiberufler und Selbständige dabei unterstützen, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Auch für Angestellte gelten kulante Regelungen während der Coronakrise: so werden Kunden entlastet, die beispielsweise im Dezember einen Vertrag abgeschlossen haben und jetzt in Kurzarbeit sind.

Freistellungen bei der Nürnberger Versicherung

Auch die Nürnberger Versicherungsgruppe kommt ihren Corona-geplagten Kunden entgegen: Versicherungsnehmer können auch hier die Beitragszahlungen für sechs Monate zinsfrei aussetzen. Diese neue Regel gilt für Einkommensschutztarife wie die etwa Berufsunfähigkeitsversicherung und für Altersvorsorgetarife. Später könnten die Beiträge laut Versicherer dann nachgezahlt werden, entweder auf einmal oder verteilt auf mehrere Monate oder Jahre. Der Versicherungsschutz bleibt auch während der Freistellung uneingeschränkt bestehen.

Ein weiteres Angebot von Seiten des Versicherers: Verträge für bis zu zwölf Monate beitragsfrei zu stellen, anstatt sie zu kündigen. Das sei beispielsweise bei Rieser-Verträgen sinnvoll, heißt es bei der Nürnberger Assekuranz. Bei einer Kündigung müssten nämlich die staatlichen Zuschüsse zurückgezahlt werden. Bei einer Freistellung reduziere sich dagegen lediglich die Summe, die später ausgezahlt werde.

Mehr Flexibilität für Allianz-Kunden

Die Allianz-Versicherung geht ebenfalls auf ihre Kunden zu und bietet form- und zinslose Stundungen von bis zu sechs Monaten für Versicherungen an, die länger als drei Monate bestehen. Diese neue Regelung gilt für Versicherungen mit Sparanteil sowie für Risikolebensversicherungen, Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherungen. Auch in anderen Bereichen wolle man flexibel handeln, heißt es bei Deutschlands größtem Versicherungskonzern. So sei es beispielsweise denkbar, dass Kunden der Baufinanzierung die Tilgungsrate über die gesetzliche Frist hinaus aussetzen.

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