Geringer Versicherungsschutz für Wohngebäude

Viele Wohnhäuser nicht gegen Starkregen oder Hochwasser versichert

Je nach Bundesland variiert der Versicherungsschutz für Wohngebäude stark: während in manchen Regionen nicht einmal jedes vierte Wohngebäude versichert ist, liegt die Quote in anderen Gebieten bei 94 Prozent.

Große Unterschiede in den Bundesländern

Nur 45 % der Wohngebäude in Deutschland waren 2019 gegen Hochwasser und Überschwemmung versichert.

45 Prozent der Wohngebäude in Deutschland, also weniger als die Hälfte besaßen 2019 Versicherungsschutz gegen erweiterte Elementargefahren, das geht aus der neuesten Schätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. Mehr als die Hälfte der Gebäude sind also nicht gegen wetterbedingte Schäden wie Hochwasser oder Überschwemmung versichert. Besonders niedrig ist der Versicherungsschutz in Bremen (22 Prozent) und Niedersachsen (25 Prozent): hier ist nur höchstens jedes vierte Haus versichert. Auf Nummer sicher geht man dagegen in Baden-Württemberg, hier liegt die Versicherungsrate gegen Elementarschäden bei 94 Prozent. Allerdings war die Elementarschadenabdeckung in diesem Bundesland auch bis in die 1990er Jahre eine Pflichtversicherung, was mit ein Grund für diesen hohen Wert sein dürfte.

Deutsche Wohngebäude sind heute besser versichert

Der aktuelle Bericht zeigt auch, dass sich der Versicherungsschutz für Wohngebäude praktisch in allen Bundesländern seit 2011 verbessert hat. Mit Ausnahme des Sonderfalls Baden-Württemberg ging es in allen Bundesländern von 2018 bis 2019 um sechs bis neun Prozent aufwärts. Mit insgesamt 24 Prozent verzeichnet das Saarland den größten Zuwachs, von 12 Prozent im Jahr 2011 über 25 Prozent in 2018 bis auf 36 Prozent im vergangenen Jahr.

Trotzdem werde die Gefahr starker Regenfälle für das Haus immer noch unterschätzt, mahnt der GDV. Viele Eigentümer schätzten außerdem den Umfang ihrer Wohngebäudeversicherung falsch ein. Knapp zehn Millionen Hausbesitzern fehle der Schutz vor Elementargefahren wie Starkregen oder Hochwasser, warnt der Verband. Hausbesitzer und Mieter sollten ihren Versicherungsschutz überprüfen und anpassen“, so der Rat des GDV-Präsidenten Dr. Wolfgang Weiler. Mehr als 99 Prozent der Wohngebäude in Deutschland ließen sich problemlos versichern.

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