Starkregen-Gefährdungsklassen geben Auskunft über mögliche Gefahrenzonen

Geringer Versicherungsschutz: Städte und Regionen, die von Starkregen betroffen sind

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Ingenieurbüro IAWG das Forschungsprojekt Starkregen durchgeführt. Das Ergebnis: Zu den stark betroffenen Regionen zählen unter anderem Städte in Thüringen, Sachsen und Rheinland-Pfalz.

12 Prozent aller Häuser in Deutschland haben sind durch Starkregen hoch gefährdet

In Deutschland liegen knapp zwölf Prozent aller Adressen in der Starkregen-Gefährdungsklasse (SGK) 3, etwa 66 Prozent in der SGK 2 und annähernd 23 Prozent in der SGK 1.

Rund zwölf Prozent aller deutschen Adressen liegen in der Starkregen-Gefährdungsklasse (SGK) 3. 66 Prozent finden sich in der SGK 2 wieder und rund 23 Prozent in der SGK 1. Dies ist das Ergebnis des Forschungsprojekts Starkregen, das vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Ingenieurbüro IAWG durchgeführt wurde.

„Neben der Intensität des Regens hat die Lage eines Gebäudes einen entscheidenden Einfluss auf das Ausmaß von Starkregenschäden“, erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. In Wuppertal, Freiburg und Chemnitz sind zum Beispiel über 13 Prozent der Gebäude bei unwetterartigem Regen hoch gefährdet, in Kiel sind es zum Vergleich nur 2,5 Prozent.

Kein Versicherungsschutz bei Großteil der deutschen Adressen

Quelle: GDV

Die Starkregen-Gefährdungsklassen wurden abhängig von der Lage einem Gebäude zugeteilt. Klasse 1 beschreibt eine geringe Gefährdung, SGK 2 steht für eine mittlere Gefährdung und SGK 3 für eine hohe Gefährdung.

„Eine geringere Gefährdung bedeutet jedoch nicht, dass hier kein Starkregenrisiko besteht. Unsere Statistiken zeigen: Starkregen kann überall, auch weit ab von Gewässern oder in Tallagen, zu Überschwemmungen führen und immense Schäden anrichten“, so Asmussen und fügt an: „Wir wissen nun: Je tiefer ein Gebäude liegt, je länger das Wasser darinsteht, desto höher ist der Schaden.“

Das Problem: Starke Regenfälle könnten Häuser bis zur Unbewohnbarkeit beschädigen. Deutschlandweit seien laut GDV aber nur weniger als die Hälfte der Gebäude gegen Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen und Überschwemmung versichert. Abgedeckt werden diese Schäden mit einer Naturgefahren- oder Elementarschaden-Versicherung, die oft Bestandteil einer Wohngebäude- und Hausratversicherung ist.

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