Studie „Digitale Versicherung 2020“

Mangelnde Digitalisierung bremst Versicherer aus

Auch die Versicherungsbranche ächzt unter den Folgen der Corona-Krise, wie eine aktuelle Studie zeigt. Nur knapp ein Viertel der Unternehmen erreicht einen Normalbetrieb, alle anderen Versicherer sind fehlende digitale Möglichkeiten im Geschäftsbetrieb ausgebremst.

Kaum ein Normalbetrieb möglich

Corona-Pandemie: Nur jeder vierte Versicherer schafft derzeit den Normalbetrieb.

Die Corona-Krise schränkt den Betrieb in drei von vier Versicherungsunternehmen spürbar ein, zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Software-Herstellers Adcubum mit dem Titel „Digitale Versicherung 2020“. Jeder dritte Versicherer könne laut Studie derzeit sogar nur maximal 75 Prozent seiner normalen Produktivität erreichen. Zu viele interne und kundenbezogene Prozesse seien nach wie vor papiergebunden, heißt es in der Begründung der Autoren. Nur 23 Prozent der Versicherungsunternehmen hätten im zweiten Quartal 2020 einen Normalbetrieb erreicht. „Die Schnittstelle zum Kunden ist in den meisten Fällen bereits sehr gut ausgebaut.“, erklärt Franz Bergmüller, Mitglied der Geschäftsleitung von Adcubum. „Häufig wurde aber versäumt, auch die nachfolgenden, internen Prozesse zu digitalisieren. Das rächt sich jetzt. Denn wenn Mitarbeiter immer noch Aktenordner anlegen, ist ein reibungsloses Arbeiten im Lockdown nicht möglich“, so Bergmüller.

Kunden und Mitarbeiter wünschen sich eine weitere Digitalisierung

Dabei sind gerade in der „neuen Normalität“ der Corona-Pandemie schlanke Prozesse und ein hoher Automatisierungsgrad nötig, um einen normalen Geschäftsbetrieb in der Versicherungsbranche zu gewährleisten. 43 Prozent der Befragten mahnen fehlende Möglichkeiten der kundenbezogenen Kommunikation an. Eine Beratung per Videochat müsse heute auch von den klassischen Versicherungsvertretern und -Maklern geboten werden, betont Bergmüller: „Viele Kunden fühlen sich mit dem Tablet zuhause auf dem Sofa wohler als im Büro des Versicherungsvertreters“.

Jeder zweite Studienteilnehmer sieht papiergebundene Prozesse als größte Hürde auf dem Weg zum Normalbetrieb, sowohl im Kundenkontakt als auch intern. Eine weitere Digitalisierung der Unternehmen sei dringend nötig, betont der Adcubum-Manager: „Mit dem höheren Technologisierungsgrad können die Unternehmen auch besser auf die Wünsche von Kunden und Mitarbeitern eingehen. In Zeiten der Pandemie möchte niemand mehr Aktenordner von einem Kollegen zum nächsten weiterreichen“.

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