Studie: Versicherungen werden durch Papierkram ausgebremst

Papierordner statt Cloud-Dienste

Das Versicherungsgeschehen findet hierzulande vorwiegend auf dem Papier statt. Laut einer Studie verringert der „Papierkram“ die Produktivität um mindestens 25 Prozent. Ausgerechnet die Corona-Krise könnte die Versicherungen nun zum Umdenken zwingen.

Analoger Aktenordner statt digitaler Prozesse

Bei jeder dritten Assekuranz ist die Produktivität um mindestens 25 Prozent reduziert, so die Studie „Digitale Versicherung“. Hauptgrund sind vor allem noch zu viele papiergebundene Prozesse.

Papierbezogene Prozesse bremsen die Versicherungsbranche aus, so ein Ergebnis der Studie „Digitale Versicherungen 2020“, erstellt im Auftrag des Software-Herstellers Adcubum. Vor allem im Corona-Lockdown wurde diese Vorgehendweise zum Problem, da Unterlagen, die nicht digital vorlagen, zuhause im Home Office nicht verfügbar waren. „Die Corona-Pandemie verstärkt den Druck, sich der Digitalisierung zu öffnen. Denn die ‚neue Normalität‘ verlangt nach schlanken Prozessen und einem hohen Automatisierungsgrad“, sag Franz Bergmüller von Adcubum.

Die Folgen dieser „Anti-Digitalisierung“ bekommt die Versicherungsbranche gerade deutlich zu spüren. Drei von vier Versicherungsunternehmen werden laut Studie in ihrem Geschäftsbetrieb spürbar eingeschränkt. Jeder dritte Versicherer erreicht derzeit sogar nur maximal 75 Prozent seiner normalen Produktivität. Nur 23 Prozent der Unternehmen seien laut Studie in der Lage gewesen, im zweiten Quartal 2020 einen Normalbetrieb aufrechtzuerhalten.

Digitalisierung vom Versicherungsvertreter an

Vor allem kundenbezogene und noch immer papierbezogene Prozesse stellen dabei ein großes Hindernis dar. 43 Prozent der Unternehmen bemängeln diesen Umstand. Aber auch interne Prozesse sind noch nicht (vollständig) digitalisiert. In 38 Prozent der Versicherungs-Unternehmen sind die Arbeitsschritte im Haus noch an den Papierordner gebunden.

Um eine durchgängige Digitalisierung zu erreichen, ist laut Bergmüller der Aufbau einer kompletten  IT-Infrastruktur samt neuer Software-Architektur nötig. Letztere ermöglicht den Einsatz von Cloud-Technik und damit eine leichtere Skalierbarkeit. Auch der klassische Versicherungsvertreter oder -makler solle mit den nötigen Hilfsmitteln ausgestattet werden, damit eine digitale Kundenkommunikation möglich ist. Hier spielt unter anderem die Beratung per Videochat eine bedeutende Rolle.

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