Etablierte Versicherer müssen stärker in die Digitalisierung investieren

Studie zum Wandel in der Assekuranz

Die Digitalisierung kann wesentlich zu einer Verbesserung im Kundenkontakt und zu optimierten Prozessen in den Versicherungsunternehmen beitragen. Junge InsurTechs machen vor, wie eine moderne, digitale Assekuranz aussehen kann. Und nicht zuletzt fordert die Coronakrise weitere Maßnahmen im digitalen Wandel.

Coronakrise schiebt Digitalisierung an

Den meisten Versicherungsunternehmen ist bewusst, dass sie ihr Geschäft stärker digitalisieren müssen. Zugleich treibt sie die Sorge um, dass ein Teil der Branche diesen Prozess nicht überleben wird, sondern von neuen Anbietern, InsurTechs oder sogar IT-Unternehmen ersetzt wird.

Die veränderten Rahmenbedingungen in der Corona-Pandemie schieben die Digitalisierung auch in der Versicherungsbranche an. Laut einer internationalen Umfrage des Marktforschungsinstitutes ISG in sechs europäischen Ländern glauben 86 Prozent der befragten Entscheider aus der Versicherungsbranche, dass sich das Kundenverhalten durch die Corona-Pandemie nachhaltig verändere. 95 Prozent, also fast alle Befragten sind der Meinung, dass die Nachfrage nach digitalen Produkten und Services in der Assekuranz zunimmt. „Die zuletzt deutliche Digitalisierung des Alltags – sei es im Homeoffice oder beim Einkaufen – verändert die Erwartungen auch von Versicherungskunden deutlich und nachhaltig“, bekräftigt ISG-Analystin Johanna von Geyr. Außerdem zeige sich, dass Automatisierung und Digitalisierung den Versicherungen helfen könne, besser durch eine Krise wie die Corona-Pandemie zu kommen, ergänzt die ISG-Analystin.

Digitale Services können Prozesse optimieren

Die Versicherer erhoffen sich von der Digitalisierung vereinfachte und verbesserte Prozesse an der Kundenschnittstelle (61,5 Prozent). Denn Probleme wie lange Wartezeiten, Formularflut, unübersichtliche Vertragsklauseln und unklare Zuständigkeiten sorgen für große Unzufriedenheit bei den Kunden. Knapp jeder zweite Befragte hält auch die Einbindung von Cloud Services (51,3 Prozent) und den Einsatz von Data Analytics inklusive KI und Machine Learning (46,2 Prozent) für sehr wichtig.

Konkurrenzdruck durch InsurTechs

Technologiebasierte Start-Ups, die sogenannten InsurTechs haben bereits vorgemacht, wie digitale, agile Betriebsmodelle in der Versicherungsbranche aussehen können. Dank modernen Datenanalyse können diese Newcomer den Kunden neue, bessere Services anbieten. Für die etablierten Versicherer gehe es jetzt darum, von diesen Newcomern möglichst schnell zu lernen, um sich so neue Marktchancen zu eröffnen, meint von Geyr.

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