Versicherung gegen Cybermobbing

Start-up Silenccio und AXA starten neues Angebot

Auch in der Schweiz werden Jugendliche und Erwachsene regelmäßig Opfer von Cybermobbing.  Das Zürcher Start-Up Silenccio hat jetzt zusammen mit der AXA Versicherungsgruppe ein Versicherungspaket gegen digitale Hasskampagnen auf den Markt gebracht.

Kooperation mit AXA

Rund 14 Prozent der 10- bis 18-Jährigen in Deutschland sind bereits im Internet gemobbt worden. Das Schweizer Insurtech Silenccio hat eine Versicherung gegen das Cybermobbing gestartet.

Policen gegen Cyberkriminalität bieten mittlerweile fast alle großen Versicherer an. Eine Versicherung gegen Cybermobbing ist allerdings ein Novum auf dem Markt. Gemeinsam mit der AXA Versicherungsgruppe hat das Zürcher Start-Up Silenccio jetzt die „Cyberversicherung Plus“ gestartet: bei dem neuen Produkt handelt es sich weniger um eine klassische Versicherungspolice, sondern um ein Paket aus Prävention, Intervention, Rechtsschutz und finanziellen Leistungen im Schadensfall.

Wie funktioniert die Versicherung von Silenccio?

Wer Opfer von Cybermobbing wird, muss Beleidigungen, Bedrohungen, Belästigungen oder Bloßstellungen über Kommunikationsmedien wie Smartphones, Foren, Communitys oder E-Mails ertragen. Laut einer aktuellen Statistik des Schweizer Bundesamtes wurde jedes vierte Kind in der Schweiz schon einmal im Netz bedroht. Aber auch Erwachsene werden regelmäßig Opfer von Hasskampagnen.

Hier setzt die Cybermobbing-Versicherung von Silenccio an: im Rahmen des Monitorings durchsucht ein Algorithmus regelmäßig das Internet nach negativen Posts über den Versicherungsnehmer und meldet diese. Allerdings werden nur öffentliche Seiten wie Facebook überprüft. Private Nachrichten sind ausgenommen und damit Plattformen wie Instagram, Tiktok oder Whatsapp. Bei schädigenden Posts wird Silenccio aktiv und verschickt Mahnungen bzw. bringt den Vorfall zur Anzeige. Die Versicherung deckt auch die Kosten für ein Gerichtsverfahren und die psychologische Betreuung der Versicherungsnehmer ab. Politiker und Personen in öffentlichen, religiösen Ämtern werden nicht versichert. Bislang haben sich laut Start-Up rund 5.000 Kunden für die Cybermobbing-Versicherung entschieden.

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